Joja Laeiszhalle von Cristian Barz

Über Joja

Joja Wendt hat etwas erreicht, das nicht vielen Musikern vergönnt ist: Sein Name steht synonym für das Instrument, mit dem er groß geworden ist. Joja Wendt ist der Pianist. Nicht nur in seiner Heimat, auch weit darüber hinaus: Von Südafrika über Singapur, China und Russland bis auf die Bühnen von New Yorks Carnegie Hall und anderer legendärer Spielstätten haben ihn seine Konzertreisen geführt. Joja Wendt hat mit Klaviermusik die Welt bereist – das allein ist bemerkenswert. Einzigartig ist, dass er sich diesen Erfolg nicht nur mit blendender Technik und virtuoser Interpretation erspielt hat. Sondern auch mit seiner ganz eigenen Musik.

Er ist nicht nur ein Klavier-Virtuose, sondern begegnet seinem Publikum auch als Freund. Sein erklärtes Ziel ist es, die Hemmschwelle der Menschen, in ein Klavierkonzert zu gehen, herab zu setzen. Klavierspielen macht Spaß! ist die überzeugende Botschaft. Seine Musik ist für jedermann und jede Frau. „Meine ursprüngliche musikalische Heimat ist der Club“, erklärt er seinen Ansatz, „das hilft in vielen Situationen, die naturgegebene Distanz eines Konzertsaales zu verringern.“ Dazu gehört auch, dass er seine Konzerte interaktiv gestaltet und mit seinem Publikum redet.

Unterhaltung ist sicher eine Säule seines Programms, doch der Träger des „Louis Armstrong“ Preises ist mehr als bloßer Entertainer, er verbindet die Show mit Virtuosität und musikalischer Qualität. Bei der Frage nach dem Übe-Pensum stellt er den Vergleich mit einem Boxer an: „Man entdeckt das Talent auf der Strasse. Als Jugendlicher ackerst du rund um die Uhr, um es an die Spitze zu schaffen. Danach als Aktiver bereitet man sich gezielt auf die Kämpfe vor. In meiner Studienzeit, zwischen zwanzig und dreißig, habe ich ausdauernd Klavier geübt. Bestimmt acht bis zehn Stunden am Tag. Nicht mal bei der Abitursfeier meiner Klasse war ich dabei, weil ich am Klavier saß“, berichtet er. „Heute bereite ich mich intensiv auf die jeweilige Tournee vor.“

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Biografie

Joja Wendt ist gebürtiger Hamburger. Im Alter von vier Jahren beginnt er mit dem, was er „Lautmalerei“ am Klavier nennt. Diese ersten Tastenversuche führen in eine Welt, in der das Wort „Improvisation“ groß geschrieben wird. Eine logische Fortsetzung findet dieser Weg, als Joja Wendt noch vor seinem Abitur auszieht, die Hamburger Piste zu erkunden. So kommt er ins berühmte „Sperl“ am Hamburger Großneumarkt in den Treffpunkt für alle „senior“ Boogie-Klavierpieler und allen „new kids in town“, die noch etwas lernen wollen.

„Das Sperl ist an jenen Tagen das Zentrum der Hamburger Blues-Szene gewesen. Da trafen sich alle und ich lernte viel, weil ich überall mitspielen durfte.“, erzählt er heute. „Die Sängerin Inga Rumpf gehörte dazu. Der Pianist Vince Weber und der Gitarrist und Blues-Sänger Abi Wallenstein wurden für mich die wichtigsten Figuren. Sie haben mich damals bei der Hand genommen und in die Szene eingeführt.“

Bio Joja jung

Es folgte ein Klavierstudium am Konservatorium in Hilversum und in der Manhattan School of Music in New York. In der darauffolgenden Zeit machen ihn sein Feuer, seine Ausdruckskraft und nicht zuletzt seine selbstbewußte Präsenz als Performer zum Herrn der Hamburger Bühnen. Der internationale Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. 1991 veröffentlicht er seine erste CD „The Art Of Boogie-Woogie“, produziert und aufgenommen in London, auf der er zwanzig eigens dafür transkribierte Klassiker einspielt.

Es folgen öffentliche Auftritte mit Jerry Lee Lewis und Chuck Berry. Bald kommt auch die zweite CD, „Cooking“, produziert und aufgenommen in Hamburg. Joja tritt auf internationalen Jazz-Festivals mit Monty Alexander und Lou Rawls auf. 1993 folgt die dritte CD-Veröffentlichung „Live“, ebenfalls produziert und aufgenommen in Hamburg. Joja wird zum opening/support act bei Joe Cocker und Fats Domino.

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Weitere CD-Veröffentlichungen mit Rock-Röhre Inga Rumpf und Blues- Meister Abi Wallenstein folgen. In einer neue Solo-Piano-Produktion „The Art of Early Jazz Piano“, werden klassische Jazz-Kompositionen im Stil von Fats Waller, James P. Johnson und Art Tatum interpretiert. Diese Klassiker sind auch als Noten erhältlich. Neben Solo-Auftritten überall in Europa gibt Joja 1996 sein erstes ausverkauftes Konzert im ersten Haus am Platze, der Laeiszhalle in Hamburg, damals noch als Musikhalle bekannt.

1997 folgt Joja einer Einladung des weltberühmten Soul-Jazzer Les McCann (Swiss Movement/Live in Montreux über eine Million Mal verkauft) zu CD-Aufnahmen nach Los Angeles. Das Ergebnis ist die soulig-bluesige CD „Pacifique“. Einwöchiges, ausverkauftes Engagement im „Green Dolphin Club“ in Kapstadt, Südafrika. Bald darauf das nächste Konzert in der Hamburger Musikhalle – vor ausverkauftem Haus mit stehenden Ovationen. Erster Solo-Auftritt beim renommierten Montreux Jazz Festival und Solo-Auftritte bei internationalen Jazz Festival in Paris.

1998 wird die CD „hummelflug.de“ veröffentlicht. Darauf sind zur Hälfte Studio-Aufnahmen und zur anderen Hälfte Live-Aufnahmen zu hören. Joja reist während mehrer Touren und Engagements durch ganz Deutschland und Europa, gibt Club- und Konzertauftritte vor großem Publikum.

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Wie auch im vorherigen Jahr gibt Joja 1999 einen Soloauftritt im Rahmen des 32. Montreux Jazz Festivals. Von Juli bis Dezember tourt Joja als Solist und mit eigener Band und Gästen durch Europa und tritt bei Festivals in Schweden (Aaland), Frankreich und Deutschland auf.

Im Laufe des Jahres 1999 gelingt es Joja, durch beeindruckende Konzerte in Frankfurt, Düsseldorf und München und zahlreichen anderen deutschen Städten seine Fangemeinde kontinuierlich auszubauen. Er arbeitet intensiv an der Fertigstellung seines neuen Albums. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres war die erneute Einladung von Joe Cocker anlässlich dessen Auftaktkonzerts der „Ordinary World“ Tournee in der Sporthalle in Hamburg. Publikum und Presse waren begeistert.

Am 10. April 2000 erscheint Jojas Debut-Album bei der EMI/Köln, „Joja Wendt – Der Pianist“. Joja gibt zahlreiche Fernsehauftritte, unter anderem in der „Guiness Show“, in „Musik für Sie“ und der NDR Talkshow. Er ist auch Support Act bei der gesamten Deutschlandtournee „Joe Cocker“. Im Dezember erfolgt nun endlich die TV-Produktion und Ausstrahlung einer eigenen Sendung, der „Joja Wendt Show“, die auch 2001 wiederholt wird.

2001 war Joja Wendt erneut Gaststar eines Mega-Acts. Auf Einladung von PUR spielte er am 24. und 25. August vor über 100.000 Menschen in der neuen „Arena Auf Schalke“. Im Januar 2002 erscheint das Album „Showtime“ mit berühmten Filmklassikern. Begleitet wird Joja Wendt vom Babelsberger Filmorchester, mit dem der Künstler auch seine Debut-CD bei EMI, „Der Pianist“, einspielte.

Dem TV-Publikum präsentierte sich der Hamburger in vielen TV-Shows u.a. in der „Arena der Stars“ in Köln, bei „Zauber der Musik“ in Salzburg, bei „N3-Talkshows“, bei „Ein Platz an der Sonne“ und vielen mehr.

Auch 2002 fand das alljährliche zweimalig ausverkaufte Konzert in der Hamburger Musikhalle statt. Am 4. November 2002 erschien das Album „Joja Wendt – Live!“ (im Vertrieb von AL!VE), der ein atmosphärischer Konzertmitschnitt eben aus diesen Konzerten.

Scheinbar lässig steckt der Vollblutmusiker den Stress von über 100 Live-Auftritten pro Jahr weg. Joja Wendt gelingt 2003 und 2004 jeweils ein musikalischer Hattrick: Dreimal hintereinander spielt er in der ausverkauften Hamburger Musikhalle vor jeweils 2.000 Besuchern. Live-Konzerte sind ihm sein liebstes musikalisches Kind. So wird er in allen großen Konzerthäusern, der Alten Oper in Frankfurt, dem Prinzregententheater in München oder dem Gewandhaus in Leipzig vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert.

Die steigende Popularität ist ein Ergebnis von zahlreichen TV-Auftritten.

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Joja Wendt nimmt nebenbei die Herausforderung an für Otto Waalkes die Musik für seinen Film „Sieben Zwerge – Männer allein im Wald” zu schreiben. In dieser Komödie mit hochkarätiger Star- und Zwergen-Besetzung (Otto Waalkes, Heinz Hönig, Cosma Shiva Hagen und Nina Hagen, Atze Schröder, Rüdiger Hoffmann, oder Mirco Nontschew sowie Gastauftritten von Harald Schmidt und Helge Schneider) bedient er das Märchen-Genre meisterhaft mit orchestralen Kompositionen, unterstützt vom Deutschen Filmorchester Babelsberg. Unvergessen seine pfiffige a capella Komposition “Hey Zwerge ho”. Der Film sprengt alle Kassenrekorde und wird zu einem der erfolgreichsten deutschen Produktionen aller Zeiten.

In Kooperation mit dem NDR sowie der Produktionsfirma Werner Kimmig GmbH wurden seine Live-Programme „Joja Wendt – Der Pianist“ und „Showtime“ als 60-minütige TV-Specials einem stetig wachsenden Publikum präsentiert. Die Produktion eines weiteren TV-Specials mit seinem aktuellen Programm „Joja Wendt – The Grand Piano (Special Guests: Otto Waalkes, Bill Ramsey u.a.) ist das nächste große Projekt des Herbstes 2004. Die NDR-Aufzeichnungen fanden am 19. und 20. Oktober 2004 im Hamburger CCH statt. Vor einer fantastischen Kulisse präsentierte Joja gemeinsam mit seinen Musikern Christoph Buhse (Drums) und Thomas Biller (Kontrabass), unterstützt von den “Elbhorns” ein musikalisch anspruchvolles und sehr unterhaltsames Programm, das durch diverse eingespielte Sketche sowie die Präsentation seines weltweit einmaligen “Low-Rider”-Flügels von Steinway einen weiteren “Benchmark” seiner Karriere darstellte.

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Der Mitschnitt davon ist auf der DVD „The Grand Piano“ ein Verkaufserfolg. Zu dieser DVD gibt es eine Bonus-DVD mit Sketchen, Interviews, Fotos etc. Musik-Highlights dieser erfolgreichen Konzerte im CCH sind auf der CD „The Grand Piano“ zu hören. Ausstrahlung im NDR-Fernsehen als TV-Special „The Grand Piano“ mit mehrmaliger Wiederholung (auch im Hessischen Fernsehen und im SWR). Nach dem enormen Erfolg des Filmes „7 Zwerge – Männer allein im Wald“ schreibt Joja auch die Musik zu dem ebenso erfolgreichen zweiten Teil: „7 Zwerge – der Wald ist nicht genug“.

Joja ist zu Gast auf internationalen Festivals, bei „CIRCUS MEETS CLASSIC“ im Circus Roncalli. In der Laeiszhalle gibt Joja vor jeweils 2.000 Zuschauern zwei Konzerte, Special Guest: Roger Cicero, der nach diesem Konzert seinen Durchbruch als Sänger hat. Weitere TV-Auftritte folgen.

Joja geht auf eine knapp halbjährige „Internationale Weltreise“. In 4 Kontinenten gibt er erfolgreiche Konzerte. Australien, Neuseeland, China, Japan, Korea, USA und Kanada. Der NDR macht Aufnahmen für die Sendung „Sommer, Sonne, Wind und mehr“. Wieder ist er zu Gast in Talk-Shows, und gibt Interviews über seine Weltreise. Erfolgreiche, ausverkaufte Konzerte in ganz Deutschland folgen. Doris Kaempfert, die Tochter des unvergessenen Pianisten, Komponisten und Bandleaders Bert Kaempfert, veranstaltet eine Konzertreihe: „Strangers in the Night“ in diversen Städten. Die Big Band des hr spielt. Joja Wendt ist Special Guest und führt als Moderator durch das Programm.

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Veröffentlichung der neuen CD „Mit 88 Tasten um die Welt“ – eine musikalische Weltreise. Sie umfasst die musikalischen Einflüsse aus seiner Welttournee. In der Laeiszhalle-Musikhalle Hamburg ist dieses Mal die Nachfrage so groß, dass Joja über Pfingsten gleich 4 Konzerte gibt (über 7.000 Konzertbesucher!) – eine großartige Gelegenheit, die Künstler, die auf der CD „Mit 88 Tasten um die Welt“ mitwirken, zum Teil live seinem begeisterten Publikum vorzustellen.

Im Jahr 2016 erscheint das erste Album von Joja, auf dem er ausschließlich seine Eigenkompositionen gesammelt veröffentlicht. JOJAs Klaviermusik wurde mit dem Babelsberger Filmorchester unter der Leitung von Achim Keller eingespielt. Es folgte die gleichnamige Tournee im selben Jahr.

JOJAs Klaviermusik

2017 geht Joja Wendt mit seiner neuen Show “Die Kunst des Unmöglichen” auf Tournee durch die renommiertesten Konzerthäuser des Landes. Der Untertitel “Alles andere als piano” beschreibt dabei genau das, was Joja Wendt ausmacht: Er macht Klavierkonzerte zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für alle Generationen.

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