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Singapur – Das zweite Konzert

 

Der Saal platzte aus allen Nähten, weil neben den an diesem Tage eingeladenen Klavier-Lehrern mit ihren Studenten, und denjenigen, die darüber aus der Presse erfahren haben, eine Menge Leute vom ersten Konzert mit Freunden wiedergekommen sind. Ein Konzertereignis spricht sich anscheinend in der hiesigen, recht überschaubaren Klavier-Gemeinschaft schnell herum.

Ich spüre schon von Beginn an eine große Bereitschaft des Publikums, ein Klavierkonzert mal von einer anderen Seite kennen zu lernen. Ich habe das Konzert sehr genossen. Der Flügel-Operator hatte hinter der Bühne den größten Spaß seines Lebens und ließ den Flügel bei jeder (nicht abgesprochenen) Gelegenheit tanzen, dass es eine Freude war. Daraufhin zeigte auch der Lichtmann mal richtig was in ihm steckt, und produzierte eigenmächtig eine Lichtshow, die einem die Tränen in die Augen treiben konnte.

Ich hab lieber nichts gesagt.

Bei diesem Fachpublikum schienen mir vorweggenommenen Analysen und die Hintergrundinformationen besonders hilfreich. Als mir das Wort "Sechstolenbewegung" nicht sofort präsent war, half mir eine Klavierlehrerin und übersetzte so etwas wie „Sexduplets movement“. Die Studenten bogen sich vor Lachen, bis ich begriff, warum. Aber sie ist schließlich die Lehrerin.

Bei den Zugaben hielt es niemanden mehr auf den Stühlen und ich verließ die Stadt mit dem Versprechen, im Herbst 2007 ein Konzert in der "Esplanade", einem wunderschönen etwa 2500 Zuhörer fassenden modernen Konzertsaal, zu geben.

Das Hochglanz Magazine "Prestige Magazine" (ähnlich wie bei uns die GALA oder BUNTE) hat zum Abschied noch ein Interview abgedruckt.